Lake Festival Österreich – wenn der Alkohol alles zerstört
Lake Festival Österreich - wenn der Alkohol alles zerstört
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Wie immer gilt, der folgende Beitrag spiegelt ausschließlich meine eigene Meinung und Erfahrung wider!

 

Eigentlich liebe ich Konzerte und Festivals!

Für 2016 stapeln sich langsam auch schon einige Tickets bei mir zu Hause.

Wenn ich die durchblättere kommt schon mega Vorfreude auf, andererseits aber auch einige Bedenken wenn ich an mein letztes Festival denken muss. Das Lake Festival am Schwarzlsee in Österreich.Lake Festival

Lake Festival

Als eine Art Tomorrowland light freute ich mich auf vier Tage tanzen, spitzen Line Up und Camping am See.

Die Rucksäcke vollgepackt mit Zelten, Campingstühlen, Dosenalk, Knabberzeug, Glitzermake-up, Flitter und Glitter fürs Haar, Blumenkränzen, Neonfarbe, Leuchtstäbchen, pinken Martinigläsern, Süßigkeitenketten und Cola-Superbrause-Lutscher machten meine Freundin und ich uns auf den Weg.

In letzter Sekunde raffte ich aber noch schnell mein Bettzeug in mein Auto, für den Notfall versteht sich.

Der schnell daherkam.

Lake Festival

Am Gelände angekommen traf uns fast der Schlag.

Der Teil der Festivalbesucher der schon am Vortag anreiste hat es geschafft das Hauptgelände so zu verwüsten, dass für uns klar war, hier überleben wir keine 4 Tage!

Am Caravanbereich fanden wir dann doch ein nettes Plätzchen für unsere Zelte.

(Tipp für zukünftige Festivalbesucher: In der Nähe oder wenn möglich direkt am Caravanbereich ist´s ruhiger, manchmal laufen zwar Generatoren, dafür sind die Leute lässiger!)

 

In der Nähe der Autos ging es noch recht ruhig zu, jedenfalls die ersten zwei Tage. Danach wurden auch Kennzeichen geklaut, rangepinkelt, etc.

 

Normalerweise bin ich sehr unempfindlich was Müll, dreckige Toiletten, Lärm, Pöbelei etc. angeht.

Doch egal was ich auf anderen Festivals erlebt habe, nichts war bisher so schlimm wie am Lake.

Lake Festival

 

Ich kaufte die (teuren) Tickets mit der Erwartung, dass es ums Feiern geht, um die Musik, Tanzen, ein bisschen verkleiden, alles neon, alles lustig.

War wohl eine kleine Traumvorstellung importiert von den Tomorrowland Aftermovies.

Die Wahrheit war laut, rücksichtslos und versifft. Der Altersdurchschnitt erinnerte an einen Schulausflug ohne Lehreraufsicht. Außer mir hatte kaum jemand aufwendiges Make-Up oder Kostüme (ohne Schei*, hätte ich mir auch nicht gedacht!!). Es gab keine Müllsäcke, die Mülltonnen waren schon voll, bevor eigentlich das echte Festival begonnen hat und das bei heißen Temperaturen und abertausenden Leuten.

Das Ergebnis? Stunde um Stunde stapelten sich die Dosen und der Müll Schicht um Schicht.

In der ersten Nacht ertrank ein junger Bub und das Baden im See war untersagt. Trotz dieser Tragödie sah man jegliche Form von Security nur an der Einlasskontrolle, ansonsten nirgends am ganzen Gelände. Nach dem tragischen Tod patroullierte zwar ein Boot, dass für die Größe des Sees definitiv zu wenig war.

Man konnte die sanitären Anlange an zwei Händen abzählen, Trinkwasser? Fehlanzeige. Toilettenpapier? Ja der war gut. Irgendwann hats auch das Personal aufgegeben die mutwillig versifften Anlagen zu reinigen bzw. die mobilen Toiletten wieder aufzustellen.

Durch die Zustände und die Hitze wurden die Besucher wütend, da sie selber nicht mehr ins Wasser durften landete einfach alles andere darin. Campingstühle, Schirme, Flaschen, Dosen, Flaschen, Dosen, Plastik, Plastik, Plastik.

Das Reinigungspersonal, dass einmal am Tag die Runde machte wurde von Tag zu Tag wüster beschimpft und verarscht.

Lake Festival

Meine Freundin hatte eine Wohnung in Graz in der wir morgens immer fuhren um zu Duschen, eine Nacht verbrachten wir im Zelt die Restlichen im Auto.

Nicht nur weil ich einfach zu alt für die Schei*e bin, sondern auch weil uns teilweise auch schon zu gefährlich und mies wurde.

 

Tag 1 und Tag 2 waren noch in Ordnung, an Tag 3 und Tag 4 wurden die Zelte willkürlich aufgeschlitzt, umgedreht, draufgesprungen, alles was außerhalb lag verschwand auf nimmerwiedersehen.

Mein persönliches Highlights – 2 Typen die vier Tage nur davon redeten als Endziel des Festivals in ein Zelt zu schei*en.

Taten sie dann auch. Ließen sie auch alle wissen.

Lake Festival

Genauso kreativ und von übersprudelnder Intelligenz war das Trinkspiel „Du saufst!“ – „Na du saufst!“

Irgendwann wurden auch die Trinkspiele zu kompliziert und man schrie sich nur mehr an, der andere solle saufen.

 

 

Ähm ja danke, never ever again.

Klar man bekommt ein mega Line Up für den Ticketpreis und die Soundanlage als auch die Bühnen sind der Hammer, aber ohne Geschäfte in der Nähe (in den Festivalsupermarkt hab ich nie reingesehen), null sanitäre Anlagen und so sch(l)eißiger Security wird daraus einfach keine runde Sache mehr!

Da das Publikum anscheinend auch mehr wütend als feierwütig war, stimmte die Stimmung für ein Festival dieser Kategorie auch nicht!

Besser zu kleineren EDM-Festivals gehen und dort gechillter eine gute Zeit haben oder es am Tomorrowland so richtig krachen lassen. Lake würde ich nur mehr für einen Tag hinfahren und im Auto am Parkplatzgelände pennen.

Schade eigentlich!

Lake Festival

Lake Festival

Hier findest du noch mein Video dazu:

 

Cheers,

deine Eva.

 

Und wie immer gilt, lesen ist silber, liken/teilen/kommentieren ist gold!

Also ran an die Tastatur, ich will deine Meinung hören, hast du auch schon so einen Festival-Fail hinter dir?

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About

Eva ist das kreative Herz hinter Republic Of Travellers. Sie bloggt seit 2 Jahren und ist auf dem besten Weg die 30-bereisten-Länder-Marke zu knacken, immer dabei ihre Kameras da sie ein unverbesserlicher Foto-Junkie ist! Für mehr...

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